Amerikanische Chiropraktik

Die Amerikanische Chiropraktik ist eine biomechanische Behandlungsmethode mit dem Ziel, alle Gelenke des Körpers wieder in eine physiologische Stellung zueinander zu bringen und somit die nervale Versorgung des Körpers zu normalisieren. Durch die verbesserte Statik sollen Gelenks-, Nerven-, sowie Muskel- und Organprobleme ausheilen können.

 

In Deutschland ist die amerikanische Chiropraktik nicht sehr verbreitet und daher recht unbekannt. 

Chiropraktik wird hierzulande gerne mit "Einrenken" verglichen. Dies sind allerdings eher generelle Mobilisierungstechniken, wie sie gerne in der deutschen Chiropraktik oder "Manuellen Therapie" zur Anwendung kommen. Von diesen Techniken distanziert sich die amerikanische Chiropraktik, da dort unspezifsich gearbeitet wird.

 

In der amerikanischen Chiropraktik geht es sehr um die Spezifität, so dass nur das Gelenk gezielt und dadurch sanft adjustiert (korrigiert) wird, was auch wirklich subluxiert (teil-verschoben) / blockiert ist.

 

Ein zu oft kann es nicht geben, denn es wird nur dann etwas korrigiert, wenn auch wirklich etwas subluxiert / blockiert ist. Wenn nichts subluxiert ist, wird auch nichts verändert.

 

Für ein Gelenk ist es immer besser richtig, als falsch zueinander zu stehen! Bei korrekter Position und voller physiologischer Beweglichkeit der Gelenke des Körpers, kann dieser auch uneingeschränkt funktionieren, da das "Funktionsgefüge" stimmt. Gelenke "nutzen" nicht mehr übermäßig ab - so kann der Arthrose vorgebeugt werden.

 

 

Das Nervensystem steuert alle Funktionen unseres Organismus. Bei einer Gelenkfehlstellung kann es zu einer Hemmung der nervalen Steuerung im Körper kommen. Es können aber auch Blut-, Lymph- und Liquorfluss gehemmt werden. Störungen im Nervensystem haben mitunter oftmals ihre Ursache in Blockaden und Fehlstellungen des Bewegungsapparats. Das stört dann den gesamten Organismus. Dann treten Schmerzen im Muskel-Skelett-System auf, und auch die inneren Organe werden unzureichend mit Nervenimpulsen versorgt. 

 

Verliert die Wirbelsäule ihre Mobilität oder verändern einzelne Wirbel ihre Position (= Subluxation), etwa durch Unfall, Schlag, Stoß, Unterkühlung, Stress oder durch einseitiges Bewegen, so ist das durch die Wirbelsäule führende empfindliche Nervensystem in seiner Leitfähigkeit eingeschränkt. Dann werden Nervenimpulse fehlgesteuert und Funktionsstörungen sind die Folge.

 

 

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